

BLACK JOY BIKE PARADE BERLIN
Black Joy Bike Parade Berlin
Freude, Aktivismus und Gemeinschaft
Die Black Joy Bike Parade entstand während der Pandemie im Jahr 2020 zunächst als Black History Bike Tour. Die Idee war, Fahrradfahren mit Schwarzer Geschichte zu verbinden. Reisen war kaum möglich und viele Freizeitangebote spiegelten die Lebensrealitäten Schwarzer Menschen und intersektionaler Communities nicht ausreichend wider.
Wir wollten einen Raum schaffen, in dem Schwarze Menschen Berlin mit Neugier und Freude neu entdecken können wie Touristinnen und gleichzeitig als Menschen, die diese Stadt mitgestalten. Berlin sollte nicht nur als Ort von Herausforderungen und Rassismuserfahrungen erlebt werden, sondern auch als Raum voller Geschichte, Kultur, Begegnung und Zugehörigkeit.
Die erste Tour fand im Sommer 2020 in einer kleinen Gruppe statt. Gemeinsam erkundeten wir Berlin mit dem Fahrrad, besuchten unter anderem Onkel Toms Hütte Ubahn station und fuhren anschließend zum See. Es ging nicht nur darum, Orte zu besuchen, sondern gemeinsam Geschichten zu entdecken, Erfahrungen auszutauschen und eine positive Verbindung zur Stadt aufzubauen.
Auf einer weiteren Tour erkundeten wir das Afrikanische Viertel und beschäftigten uns mit der kolonialen Geschichte Berlins, den Spuren Schwarzer Geschichte im Stadtraum und den globalen Verbindungen, die bis heute wirken. Dabei wurde deutlich, wie wichtig es ist, Schwarze Perspektiven sichtbar zu machen und Geschichte nicht nur aus einer einzigen Perspektive zu erzählen.
Durch diese gemeinsamen Erlebnisse entstand ein besonderer Raum: Schwarze Geschichte wurde nicht nur erzählt, sondern direkt im Stadtraum erfahren. In einer warmen, offenen und einladenden Atmosphäre konnten Menschen Berlin neu kennenlernen, sich austauschen und ein stärkeres Gefühl von Zugehörigkeit entwickeln.
Der Hintergrund war auch, dass unter vielen Expats und Schwarzen Communities die Frage wuchs, wie sicher und willkommen es ist, Aktivitäten in Berlin oder außerhalb der Stadt zu unternehmen. Diese Sorgen wurden häufig in Online Communities und Facebook Gruppen geteilt. Gleichzeitig stellten wir fest, dass viele Schwarze Menschen, Afro Deutsche und ihre Kinder nur selten an Fahrradtouren oder Outdoor-Aktivitäten teilnahmen aufgrund verschiedener Barrieren, fehlender Repräsentation oder dem Gefühl, nicht selbstverständlich dazuzugehören. Die Nachfrage nach den Black History Bike Tours wuchs jedoch schnell. Die Gruppen wurden größer und waren im klassischen Tourformat kaum noch zu organisieren. Deshalb entstand die Idee, das Konzept weiterzuentwickeln und für mehr Menschen zugänglich zu machen: Aus der Fahrradtour wurde eine öffentliche Fahrraddemonstration.
Seit 2022 findet die Black Joy Bike Parade als jährliche Demonstration statt. Sie verbindet Fahrradkultur, Schwarze Geschichte, politische Teilhabe und Community Building. Die Parade schafft einen Raum, in dem Schwarze Menschen, BIPoC und solidarische Unterstützerinnen gemeinsam sichtbar werden, öffentliche Räume einnehmen und zeigen:
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Warum ist das wichtig?
Die Black Joy Bike Parade bietet eine Plattform, um die einzigartigen Geschichten und Erfahrungen der Schwarzen Community in Deutschland zu teilen. Sie feiert die Vielfalt und Stärke der Gemeinschaft, während sie gleichzeitig ein starkes Zeichen gegen Diskriminierung und für Inklusion setzt. In einer Zeit, in der marginalisierte Gruppen oft unsichtbar gemacht werden, zeigt die Parade, dass wir präsent sind und dass unsere Freude und unser Widerstandskraft unaufhaltsam sind.
Die Black Joy Bike Parade lädt Menschen aller Hintergründe ein, sich anzuschließen und Solidarität zu zeigen. Gemeinsam schaffen wir einen Raum der Freude und des Zusammenhalts, der zeigt, dass unsere Gemeinschaft lebt, gedeiht und stolz ist.
Die Teilnahme an dieser Parade ist mehr als nur eine Fahrradtour oder Demonstration, es ist ein Schritt in Richtung einer gerechteren und inklusiveren Gesellschaft.
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Kollektive Freude auf zwei Rädern – sichtbar, politisch, vereint
Rückblick: Black Joy Bike Parade 2025
Am 22. Juni 2025 fand die vierte Black Joy Bike Parade in Berlin statt, ein kraftvolles Zeichen für kollektive Sichtbarkeit, politische Teilhabe und die Feier Schwarzer Lebensfreude.
Über 200 Menschen aller Altersgruppen versammelten sich am Brandenburger Tor, um gemeinsam durch die Stadt zu fahren, laut, sichtbar und vereint.
Musikalisch begleitet von Songs wie „Dickes B“ von Seeed führte die Route durch zentrale Berliner Orte mit Schwarzer Geschichte, darunter das May-Ayim-Ufer und die Audre-Lorde-Straße.
Ziel war das MAAYA in Kreuzberg, wo der Tag bei Musik, Tanz und afrikanischem Essen, darunter Jollof Rice mit Huhn, Lamm oder vegetarisch, gemeinsam ausklang.
Die Veranstaltung war intersektional, generationsübergreifend und wurde mit viel Herz, ehrenamtlichem Engagement und Spenden realisiert.
Black Joy ist politisch. Black Joy ist widerständig. Black Joy bewegt.





































































































